Haltung & Geschlechter

Einstreu & Einrichtung:
Buchenholzspäne, Weichholzspäne, Heu, Hanfstreu und Stroh.
Buchenholzspäne eignen sich meiner Meinung nach noch am besten für die kleinen. Sie tun den keinen Mäusefüßen nicht weh und sind relativ auch günstiger (in größeren Mengen) zu bekommen. Hanfstreu, Stroh und Heu hingegen sind perfekt für den Nestbau.

Behausung:
Gitterkäfig, Voliere, Aquarium, Terrarium, Mäuseburg...
Meiner Meinung nach eignen sich alle dieser Varianten zur Mäusehaltung. Was jedoch beherzigt werden sollte ist, daß sie gut belüftet sein müssen. Es ist nicht schwer, und auch ohne jegliches handwerkliches Geschick dafür zu sorgen, daß sie zwar warm aber nicht zu stickig haben. Des weiterem kann man auch dafür sorgen, daß die kleinen etwas mehr Abwechslung haben. Spiel und Klettermöglichkeiten setzen da keine Grenzen.

Vergesellschaftung:
Problem: Ausgeprägtes Revier und Markierungsverhalten. Strenge Rangordnung und Hierarchie.
Vergesellschaftung bei den Weibchen ist einfacher. Man setzt sie in etwas engere Behausung zusammen und schon nach einem Tag kommen sie prima miteinander klar. Was bei den Böcken etwas schwieriger verläuft.... Strenge Rangordnung und Hierarchie führen dazu daß sie sich bekämpfen und nicht selten einer von den mit dem Leben bezahlen muß. Was bei mir gute Erfolge gebracht hat ist ein Aquarium das mittig geteilt wurde. Die Böcke wurden täglich eine Woche lang auf die andere Seite gesetzt. Auf diese Weise haben sie sich an den Geruch des anderen gewöhnt und die Kämpfe blieben aus. Bei Vergesellschaftung von Weibchen und Böcken sollte nur darauf geachtet werden daß das Weibchen zum Bock kommt und nicht umgekehrt.

Nicht selten kommt es bei den Böcken zur schweren Verletzungen

Geschlechtertrennung:

LINKS: Das Weibchen RECHTS: Der Bock
Nicht nur um den ungeplanten Nachwuchs zu vermeiden ist eine Geschlechtertrennung nötig. Die eigentliche Sorge dürfte darin liegen Inzucht (Paarung zwischen relativ nahen Blutsverwandten) zu vermeiden.

PRO & CONTRA für eine private Mäusezucht:
Man sollte sich vor Augen halten daß Mäuse sehr fruchtbar sein können (und werden). Wer also nicht unbedingt hunderte von Mäusen bei sich wohnen lassen möchte, sollte sich lieber von dem Gedanke abbringen lassen. Bei Schlangenhaltern ist unbestritten auch der finanzieller Aspekt, der dazu trägt seine Tiere selber zu züchten. In diesem Fall weißt man auch zu 100% daß es saubere und gesunde Tiere sind. Die Böcke neigen dazu ihr Revier ständig zu makieren, was zu einer Geruchsbelästigung führen kann. Die Weibchen sind da eher etwas entspannter... Wer jetzt behauptet daß es Mäusespezifischer Geruch ist, der kann es gerne bei sich zu Hause praktizieren. Für mich ist es schlicht und weg "Pi....e". Da kann man noch so oft säubern, und kurz darauf stinkt es wieder.