Verpaarung von Boas. Inzucht Pro & Contra

Verpaarung
Ein heiß umstrittenes Thema ist die Auswahl der zu Verfügung stehenden Tiere.
Ist man im Besitz mehrerer teure Tiere, so darf man sich mit Sicherheit zu den wenigen Glücklichen zählen. Die Auswahl in Hinsicht auf Zuchterfolge dürfte in diesem Punkt nicht allzu schwer sein.
Gehört man zu der Mehrheit der Halter, so hat man entweder die Möglichkeit gänzlich auf Nachkommen zu verzichten oder Roulette zu spielen. (Würde man jetzt denken….)
„Inzucht? Sowas gehört sich doch nicht! Dabei gibt es nur Probleme und führt zu Aufzucht kranker Tiere.“

In erster Linie sollte man jedoch darauf achten den gesunden Gen-Stammbaum zu erhalten und die Negativen Gen-Eigenschaften zu eliminieren.

Inzucht - Pro & Contra
Britische Forscher stellten fest daß sich die Verpaarung Blutsverwandter Tiere durchaus positiv auswirken kann.
Die besagte Untersuchung bezog sich auf eine nordenglische Rinderherde die seit etwa 300 Jahren untereinander verpaart wurde.
Ohne den Eingriff von Menschen ist es durchaus möglich daß auf einem recht kleinem Gebiet öfter zu Inzucht kommt und trotzdem eine Populationsgenetik positiv ausfallen kann. Gene mit positiven Eigenschaften können dadurch erhalten, gestärkt und weitergegeben werden.
Regionen mit Tieren die eine negative Geneigenschaft haben können im Laufe der Zeit gar komplett ausgelöscht werden.
Krankheiten und zugleich ein mangelhaftes Immunsystem fördern die Senkung der Population.

Boa ist nicht Boa… Um eine bestimmte Art einer reinrassigen Boa zu erhalten, ist es sogar wünschenswert Genpositive Tiere zu verpaaren.
Auch wenn so mancher Mischling anderer Tierart süß aussehen mag, die reinrassigen Tiere werden jedoch immer beim Kauf bevorzugt was sich letztendlich auch im Preis spiegelt. Reinrassigkeit und Unterart sollte auf jedem Fall berücksichtigt und befolgt werden.

In der Terraristik kann man sehr gut erkennen wie sich der Wunsch nach einer Designerboa entwickelt hat. Hat ein Hobbyzüchter nach einer bestimmten Verpaarung „DIE“ Boa gezüchtet, kann man davon ausgehen daß er finanziell ausgesorgt hat. Sein Geheimnis wird er auf Jahre nicht preisgeben, was wiederum andere Züchter nur ermutigt weiter zu experimentieren. Schade….

Manche Tierarten bleiben seiner Art treu, was man bei Schlangen nicht behaupten kann. In diesem Fall Spricht man jedoch von Übergangsarten und nicht von Mischlingen.
Zuchtboas aus vorsätzlich gemischten Arten die niemals zueinander finden würden, werden als Bastarde bezeichnet.
Es kann vorkommen daß sich zwei Territorial benachbarte Arten vermischen (=Übergangsarten), jedoch niemals zwei kontinental fremde (=Bastard).